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Landeswettkampf der Johanniter 2012

DSC01144Rund 1500 Johanniter aus ganz NRW, aus Polen und aus England kamen vom 8. bis zum 10. Juni 2012 nach Wuppertal zu einem großen "Wettbewerb der Hilfe". Am 9. Juni haben sie ihr Können im Sanitäts- und Rettungsdienst öffentlich unter Beweis gestellt.


Mit 30 Leuten aus Ostwestfalen, welche in 3 Mannschaften unterteilt wurden, begann die Reise nach Wuppertal, wo wir in einer Schule untergebracht wurden.

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Der Wettkampftag
Am Samstag war endlich der Tag gekommen, auf den viele Johanniter bereits seit Monaten gewartet hatten - Der Tag des Wettkampfes. Nach dem fröhlichen Gottesdienst in der Sophienkirche begann der Wettkampf mit 48 Mannschaften aus NRW sowie den Gastmannschaften aus Polen und England.

Wertung
Mehrere Ärzte schauten immer genau zu, während wir die „Patienten“ versorgten und gaben zum Schluss noch ein Feedback. Die Aufgaben wurden immer von Ärzten beobachtet und mit bis zu 20 Punkten pro „Opfer“ bewertet.

Der Diagnose-Test
Im Diagnose-Test ging es um lebensrettende Maßnahmen wie Reanimationen. Dieser Testteil wurde „nur“ mündlich durchgeführt, weil bei einer Herzdruckmassage beispielsweise oft Gefahren für die sogenannten „Mimen“ bestehen.

Der Praxis-Test
Hier traten vier Leute eines Teams an und mussten einen Patienten betreuen.
In diesem Beispiel gab es zwei Verletzte bei einem Fahrradunfall. Mein Praxiskollege Florian Braun und ich kümmerten uns um den verletzten Fahrradfahrer. Nachdem wir feststellten, dass er bewusstlos war, entfernten wir vorsichtig das Fahrrad, indem wir sein Bein mit einem Dreieckstuch anhoben. Wir überprüften, ob er noch atmet, da er dies nicht tat, „überstreckten“ wir vorsichtig seinen Kopf. Wir entdeckten einen herausstehenden Knochen an einem Bein. Florian tastete ihn auf weitere Verletzungen ab, fand aber nichts. Während wir bei unseren anderen beiden Praxiskolleginnen Johanna und Marie fragten, ob sie zurechtkämen, nahmen wir dem Verletzten vorsichtig den Helm ab. Nachdem der Helm abgenommen war, mussten wir ihm aus Sicherheitsgründen den Kopf stützen und brachten ihn in die „stabile Seitenlage“. Ich setzte den „Notruf“ bei dem zuständigen Schiedsrichter ab, nachdem ich mich bei meinen Kolleginnen informiert hatte, was denn ihr „Opfer“ für Verletzungen hat. Nach dem Notruf wurde der Fahrradfahrer zugedeckt und weiterhin seelisch betreut, bis der Schiedsrichter die Übung beendete.

Der Trage-Test
Die Gruppe fuhr mit der Schwebebahn zum Einsatzort und bekam erstmal einen großen Schreck. Die Hindernisse, die in der Übung überwunden werden mussten, waren den meisten von uns fremd. Auf der Trage lagen zwei Sandsäcke und es wurde eine bewegliche Wasserschüssel befestigt. Jedes Team musste mit vier Leuten die Trage anheben, die Treppe herunter laufen, zu zweit über den Schwebebalken laufen und eine weitere Treppe überqueren. Bis hierhin gab es für mein Team keine Probleme, danach kam allerdings das „Treppenhaus“. Das „Treppenhaus“ war ein großes Problem, weil es nie geprobt wurde und wir deshalb mit der Trage „verkantet“ sind. Dabei verloren wir eine Menge Wasser, danach ging allerdings alles wieder einwandfrei.

Die Abendveranstaltung
Abends gab es eine große Preisverleihung und ein Abendessen in der Wuppertaler Stadthalle. Die ostwestfälischen Teams haben die Plätze 7,6 und 3 in der B-Gruppe errungen. Mein Team erreichte den dritten Platz.
Neben den Preisverleihungen gab es auch noch ein Abendprogramm mit Artisten, Tänzern und einem Comedian. Diese Errungenschaften wurden natürlich ordentlich bis tief in die Nacht gefeiert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Landeswettkampf sowohl Spaß macht und den Teamgeist stärkt, als auch die Leistungen der Schulsanitäter bedeutend stärkt. Als krönenden Abschluss wird jetzt auch noch eine Jugendgruppe mit den ostwestfälischen Mannschaften zusammengetrommelt.

Hendrik Niggemeier, Klasse 10b